5 Dinge die mir den Alltag mit zwei Kleinkindern erleichtern
Der Alltag mit zwei kleinen Kindern kann manchmal ganz schön chaotisch sein. Zwischen Windeln, Spielzeugbergen und dem Versuch, irgendwie noch einen Kaffee zu trinken, fühlt sich der Tag manchmal wie ein Marathon an.
Über die Zeit habe ich aber ein paar Dinge entdeckt, die mir den Alltag wirklich erleichtern. Diese fünf kleinen Helfer möchte ich heute mit euch teilen.
1. Mein neustes Küchengerät: Der Airfryer!
Ja, ich koche und backe für mein Leben gern. Ja, ich versuche täglich etwas frisches und leckeres für unsere Familie zuzubereiten, aber dennoch gibt es Tage an den man nicht so viel Zeit hat.
Ein gutes Beispiel: Die Sonne scheint, wir holen die Große aus der Kita ab und machen einen Ausflug auf den Spielplatz. Geplant ist um 17 uhr Zuhause zu sein, damit man noch das Abendbrot kochen kann, aber ganz plötzlich hat die gesamte Familie so viel Spaß oder trifft Freunde auf dem Spielplatz, verquatscht sich mit anderen Mamas, die Große möchte gerne noch einmal schaukeln oder eine Sandburg bauen und man vergisst die Zeit.
Oder man sagt ganz bewusst, alles klar wir genießen diesen tollen Tag einfach noch ein bisschen länger. Genau dann kommt mein Airfryer zum Einsatz.
Kurze Vorbereitungszeit, Airfryer anschalten und man kann währenddessen die Kinder schonmal baden etc. Denn schließlich macht sich das essen im Airfryer sogut wie von alleine und geht auch mit einem Signalton aus wenn das Essen fertig ist. Ich empfehle da auch gerne einen Airfryer mit 2 Kammern, so kann man gleich 2 verschiedene Sachen gleichzeitig zubereiten.
Hier ein tolles Gerät, mit super Preisleistungsverhältniss
Hier noch 3 Ideen für ein schnelles Airfyer Abendessen:
1. Kartoffel, Möhren, Süßkartoffel oder auch anderes Gemüse nach Wahl schneiden und mit Öl & Gewürzen vermengen und als "Ofengemüse" in der 1. Kammer zuzubereiten.
Dazu Fisch/Fischstäbchen/oder Nuggets in der 2. Kammer zubereiten.
Ein Kräuterquark rundet das Abendessen ab.
2. Ja es darf auch mal die Pizza sein! Piccolinis funktionieren super im Airfryer!
3. Pommes (egal ob Tk oder selbstgemacht) in der 1. Kammer zubereiten
dazu z.B. Gemüsestäbchen (aus der Tiefkühlabteilung) oder man hat selbst mal welche gemacht und im eigenen Froster.
Alternativ, wer Fleisch möchte, Hänchenunterkeulen (gehen schneller als die großen Hühnerkeulen) kurz würzen und in der 2. Kammer zubereiten.
2. Die Babytrage!
Ja ich weiß, nicht jede Mama ist eine Tragemama. Aber gerade im Bezug auf das 2. Kind, hat es mir meinen Alltag schon ungemein erleichtert.
Mein Sohn liebt die Trage zudem auch sehr doll.
Beispielszenario: Das Wochenbett ist vorbei, die kurze Elternzeit vom Papa ist vorrüber und er geht wieder zur Arbeit.
Wir stehen morgens um 7 Uhr auf, frühstücken, machen uns fertig für den Tag und mein 3-4 Monate alter Sohn ist um 8:30 wieder müde.
Ins Bett legen ist keine Option, da die Große um 9/9:30 in der Kita sein muss.
Schnell mit dem Kinderwagen los ist auch keine Option, da die Große noch nicht fertig ist, mit was auch immer, entweder möchte sie noch etwas essen, muss noch Zähne putzen oder mein Gott möchte ihre Schuhe nicht anziehen.
Ich glaube das kennen einige Mamas mit einem 3 Jährigen Kleinkind zuhause. Irgendwas ist ja immer oder dauert eine gefühlte Ewigkeit.
Also der Gamechanger: Babyboy zack in die Trage geschnallt, er kann seelenruhig einschlummern. Ich kann mich währenddessen um meine Tochter kümmern. Und wenn wir dann das Haus verlassen (und wir haben z.b. Winter) bekommt Babyboy noch schnell ne Mütze auf, Socken oder Trageboots über die Füße und ich schmeiß mir entweder eine Tragejacke drüber.
Günstigere Alternative: warmes Tragecover und normale Jacke anziehen.
Dieses universal einsetzbare 3in1 Tragecover benutze ich
Oder aber auch der Spielplatznachmittag als Mama alleine mit beiden Kindern. Die Große möchte sich ausprobieren und klettern, braucht aber immerwieder deine Hilfe, Babyboy ist nicht glücklich wenn er einfach im Kinderwagen liegt und du immer wieder weggehen musst.
Also auch hier wieder zack in die Trage, Babyboy ist dabei, kann gucken oder einschlummern und du kannst der großen bei ihren Kletterversuchen helfen. Alle sind glücklich!
3. Das richtige Spielzeug/Beschäftigung für DEIN Kind finden!
Du kennst das bestimmt auch: dein Kind hat ganz viel Spielzeug, vielleicht sogar ein eigenes Zimmer, aber irgendwie kann es sich nicht vernünftig oder lange genug alleine beschäftigen?
Und das obwohl du mal schnell was wichtiges erledigen müsstest. Ein wichtiges Telefonat z.b. oder du möchtest auch einfach mal in Ruhe deinen heißen Kaffee genießen.
Das Problem hatten wir auch ganz lange. Ich habe nach Beschäftigungstipps gesucht und habe ganz schnell festgestellt was bei dem einen funktioniert, funktioniert bei dem anderen ganz und garnicht.
Die Tochter einer Freundin kann sich z.b. super lange und intensiv mit ihrer Spielküche beschäftigen, das nächste Kind liebt Sensory Play und kann garnicht mehr aufhören, der nächste ist glücklich sich in aller Ruhe seine komplette Büchersammlung anzugucken und jedes einzelne Buch durchzublättern.
Meine Tochter ist sehr sprunghaft und kann sich zwar alleine beschäftigen aber selten wirklich lange, ja sie ist 3 und muss das auch noch nicht sogut können, aber wie gesagt manchmal gibt es Situationen wo das leider nötig ist.
Und so ist es bei uns das PUZZELN! Undzwar viele Puzzles, der ganze Kinderzimmerboden ist irgendwann von all ihren fertig gepuzzelten Puzzles.
Sie liebt es und ich liebe es das sie es so gerne macht. Und wenn ich dann meine Sachen fertig habe, puzzeln wir oft alle nochmal zusammen.
4. Haushaltsaufgaben Kindgerecht gestalten!
Dein Alltag ist ein Spiel für deine Kinder! Also beziehe sie ein, spielerisch und versuche es deinem Kind so gut wie möglich zu erleichtern.
Der Klassiker ist ein Lernturm in der Küche, damit dein Kind beim Backen & Kochen helfen kann. Wir haben uns auch einen neuen Wäscheständer besorgt. Der geht eher in die Höhe und nicht in die breite und hat 3 "Etagen". So kann unsere Tochter ihre eigene Wäsche auf der untersten Etage komplett selbstaufhängen und auch wieder abhängen. Alternativ gibt es natürlich auch Wäscheständer für Kinder. Aber meine Erfahrung (zumindest mit meiner Tochter) hat mir gezeigt das sie Mamas Sachen benutzen möchte!
Oder auch Waschmaschine/Trockner befüllen und Ausleeren können Kleinkinder schon super machen. Was meine Tochter auch sehr gerne macht bzw. mir bei hilft: Wischen, egal ob die wohnungsböden oder auch die komplette Treppenhausreinigung.
Auch hier habe ich einfach einen Swiffer genommen und den Stab um 2 Elemente verkleinert, so das dieser jetzt "Kindergröße" hat.
Und das wichtigste bei diesem Punkt: Lerne zu akzeptieren das es wesentlich länger dauert, wenn dein Kind dir dabei hilft. Aber das ist ganz oft besser, als es garnicht zu machen!
5. Der Fernseher!
Ja sie hat es wirklich gesagt. Ich verteufel den Fernseher nicht. Natürlich versuche ich unseren Tag möglichst TV frei zu gestalten und es gelingt mir auch zu, ich sage mal, 90%.
Aber, und jetzt kommt das große Aber: auch ich bin mal krank, oder meine Tochter ist krank, oder mein Sohn schreit den ganzen Tag (weil Zähne, Pups, oder was es da eben noch so alles gibt) oder aber ich möchte einmal für 10 minuten in Ruhe durchatmen und meinen Kaffee heiß trinken.
Ja auch das darf man als Mama mal brauchen oder sogar wollen!!! Dann wird halt doch mal für 10-20 Minuten der Fernseher angeschaltet und meine Tochter darf 1-2 Folgen ihrer Serie schauen. UND DAS IST OKAY!
Entspannte Mama = entspannte Kinder!
Das passiert nicht täglich. Aber selbst wenn, ich würde es niemals verurteilen oder verteufeln. Niemand kennt die Gesamtsituation der Familie oder weiß wie das Kind darauf reagiert, wie dünn das Nervenkostüm der Mama oder Papa ist oder oder oder...
Wenn du als Mama oder Papa komplett Medienfrei schaffst, dann Hut ab: deine Nerven, Geduld etc. müssen aus Stahl sein.
Es gibt auch das Worst Case Szenario: Wir sind alle gemeinsam krank! Ja dann läuft er auch mal gerne den ganzen Tag (meist nebenher, weil man ja doch vielleicht mal was kleines spielt oder tatsächlich auch schläft). An solchen Tagen gilt: Nicht perfekt pädagogisch wertvoll, sondern reines überleben!
Bonus: Warum unsere Terrasse den Alltag rettet
Als kleiner Zusatz möchte ich noch kurz erwähnen, das unsere Terasse den Alltag auch unfassbar erleichtert.
Beispiel: Meine Tochter wünscht sich das wir auf den Spielplatz gehen, aber du hast noch so unfassbar viel auf dem Zettel, musst auch noch das Abendbrot vorbereiten oder wartest auf den Postboten etc. es gibt ja viele Situation wo man diesen Wunsch vielleicht in genau diesem Moment ausschlagen muss.
Und hier kommt unsere kleine aber feine Terasse/Garten ins Spiel. Wir haben für unsere Kinder eine kleine Rutsche, einen Sandkasten, ein kleines Schaukeltier, viele Bälle, eine Matschküche, Sämtliche Fahrzeuge und wir können aber Zuhause bleiben. WIN WIN!
Das beste, unsere Terasse lässt sich betreten vom Wohnzimmer, Arbeits/Kinderzimmer und der Küche aus, so das man sein Kind auch immer im Blick hat. Diesen Punkt wollte ich nicht zu den Hauptpunkten nehmen, weil mir klar ist das nicht jeder diesen "Luxus" hat!
Natürlich läuft auch bei uns längst nicht jeder Tag perfekt. Manchmal funktioniert alles super – und an anderen Tagen fühlt sich selbst die kleinste Aufgabe wie eine riesige Herausforderung an.
Diese kleinen Dinge helfen mir einfach dabei, etwas mehr Struktur und Ruhe in unseren Alltag zu bringen. Und ehrlich gesagt: Manchmal reicht schon eine Kleinigkeit, um den Tag ein bisschen leichter zu machen.
Jetzt würde mich interessieren: Was hilft euch im Alltag mit euren Kindern? Habt ihr kleine Tricks oder Routinen, die euch den Tag erleichtern?
Schreibt es gerne in die Kommentare – ich freue mich immer über Austausch und neue Ideen!
Eure Chaosmama Lea




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