Beruflicher Neuanfang mit Ü30? Ich starte 2026 nochmal eine Ausbildung!

Du bist nach der Elternzeit nicht glücklich damit in deinen alten Job zurückzukehren?

Oder hast das Gefühl du brauchst beruflich eine Veränderung?

Dein Job passt nicht mehr zu deinem Alltag? Du möchtest deine Kinder nicht 8+ Stunden in Fremdbetreeung geben? Hey dann fühlst du genau wie ich!

Begleite mich auf meinem Weg, beruflich nochmal komplett neu anzufangen.

 


 

Das Ende der Elternzeit naht

 

Mein Sohn hat diese Woche seinen 1. Geburtstag und meine Elternzeit endet in 2 Monaten. Da mein Vertrag beim alten Arbeitgeber befristet war und ich währenddessen schwanger geworden bin, ist dieser im Mutterschutz einfach ausgelaufen. Also würde ich theoretisch nach der Elternzeit in die Arbeitslosigkeit starten. Diese Situation hat Vor und Nachteile:

 

Nachteil:     

  1.  Unsicherheit
  2.  Eine Flut an Anträgen
  3.  Finanzielle Sorgen

 

Vorteile:      

  1. Zeit zu gewinnen, sich seinen beruflichen Weg auszusuchen
  2. Nach jahrelanger Einzahlung ins System, die Möglichkeit finanzielle Unterstützung zu bekommen.
  3. Vorerst mehr Zeit mit meinen Kindern, solange sie so klein sind.

 

Und nein ich habe dabei kein schlechtes Gewissen. Ich habe jahrelang hart gearbeitet, dabei meiner Gesundheit (körperlich und mental) geschadet. Ins System eingezahlt, also kann ich jetzt auch mal für eine kurze Zeit das System nutzen und finanzielle Unterstützung erhalten. Und ich habe mich entschieden Arbeitslosengeld zu beantragen. 

Wer ALG1 bekommt, muss sich theoretisch für 15 Std die Woche dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Und ab hier muss ich natürlich überlegen, welcher Job? wie mache ich das mit der Betreeung meiner Kinder? Wieder zurück in den Einzelhandel? Was neues?

 

Die Entscheidung: Es wird eine Ausbilung

 

Sehr schnell war mir klar, das ich nicht zurück in den Einzelhandel kehren möchte. Warum? 

1. Ich bin eine ungelernte Kraft. Zwar habe ich mittlerweile über 10 Jahre Berufserfahrung, aber ich würde immer irgendwo leicht über dem Mindestlohn verharren.

2. Die Arbeitszeiten passen nicht mehr in meinen neuen Alltag mit zwei Kindern.

3. Der Job erfüllt mich nicht mehr, ich möchte etwas bewirken, Menschen helfen!

Ich habe mich erstmal ein bisschen schlau gemacht welche Quereinsteigerjobs für mich in Frage kommen würden. Schnell habe ich etwas gefunden was Punkt 2 und 3 abdecken würde: Alltagsbegleiter! Aber Punkt 1 schwebte immer noch wie ein Damokles Schwert über meinem Kopf. Ich will MEHR, mehr für mich, für meine Kinder, mehr Freiheit und weniger Sorgen.

Mein Leben lang begleiten mich schon Geldsorgen. Da möchte ich endlich ausbrechen. Letzendlich bleibt mir also nur die Ausbildung! Da kam aber schon das erste Problem: Die "normale" Ausbildung ist nicht kompatibel mit den Betreeungszeiten meiner Kinder.

Mir ist es unfassbar wichtig das meine Kinder "nur" 5 Stunden am Tag in die Kita gehen (bzw. gehen werden)!

Mittlerweile gibt es ja auch eine sogenannte "Teilzeit Ausbildung". Aber auch hier nicht jede Branche bietet es an. Die Vergütung verringert sich ja auch und die Ausbildungsdauer verlängert sich. 

Nach langer, wirklich langer Findungsphase bin ich auf die "Mütterpflegerin" gestoßen. Und ich bin Feuer und Flamme.

 

Die Ausbildung zur Mütterpflegerin

 


 

Sie scheint perfekt zu sein! Die Ausbildung geht 1 Jahr, "berufsbegleitend", das heißt hauptsächlich im Selbststudium von zu Hause aus. Alle zwei Wochen 1 Tag Online Unterricht am Abend. Und insgesamt 7 Präsenztage über das Jahr verteilt. Wie ihr wahrscheinlich jetzt schon rauslesen könnt, es handelt sich um eine schulische Ausbildung, wo man erstmal kein Geld verdient. Im Gegenteil tatsächlich muss man diese Ausbildung bezahlen. 

Das Gute, solange ich diese Ausbildung mache, bekomme ich erstmal das ALG1 weiter. Was natürlich die finazielle Situation sichert in dieser Zeit. Nach 5 Monaten Ausbildung, darf man anfangen zu Arbeiten und genau hier kommt der wundervolle Nebeneffekt: Mein Wunsch/Traum mich irgendwann Vollzeit/Teilzeit Selbstständig zu machen, würde sich damit auch erfüllen. Nach 1 Jahr und erfolgreich absolvierter Ausbildung, erhalte ich dann ein Zertifikat und kann selbstbestimmt, flexibel und selbstständig arbeiten. 

Ich habe lange gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen.

Zwischen Zweifel, Unsicherheit und der Frage, ob ich „zu spät“ dran bin, nochmal neu anzufangen.

Aber weißt du was?

Es fühlt sich endlich richtig an.

Nicht perfekt.
Nicht komplett durchgeplant.
Aber richtig.

Und genau das ist für mich gerade das Wichtigste.

Ich gehe diesen Weg nicht nur für mich – sondern auch für meine Kinder.

Für mehr Zeit.
Mehr Freiheit.
Und ein Leben, das wirklich zu uns passt.

Was genau hinter dem Beruf der Mütterpflegerin steckt und warum er mich so begeistert, erzähle ich dir im nächsten Beitrag.

Mich würde total interessieren:

Hast du nach der Elternzeit wieder in deinen alten Job zurückgefunden – oder dich auch für einen Neuanfang entschieden?

Schreib es mir gerne in die Kommentare.

 

Eure Chaosmama Lea 

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