Mein Neuanfang: Wie ich mein Leben als Mama Schritt für Schritt verändere
Neuanfang bedeutet für mich nicht nur ein neuer Job.
Es bedeutet, mein ganzes Leben einmal ehrlich anzuschauen – und mir eine simple Frage zu stellen:
Macht mich das hier eigentlich noch wirklich glücklich?
Nach zwei Kindern, vielen Umwegen und Jahren im „Funktionieren-Modus“ habe ich gemerkt:
Ich habe mich irgendwo auf dem Weg selbst ein Stück verloren.
Nicht komplett.
Aber genug, um zu wissen: So wie es ist, möchte ich nicht weitermachen.
Nicht, weil alles schlecht ist –
sondern weil ich weiß, dass da noch mehr geht.
Mehr Ruhe im Kopf.
Mehr Struktur im Alltag.
Mehr Selbstbewusstsein.
Und vor allem: ein Leben, das sich wirklich nach mir anfühlt.
Und genau deshalb habe ich beschlossen, nicht nur einen Bereich zu verändern – sondern Schritt für Schritt mein ganzes Leben neu auszurichten.
Ich habe für mich ein paar Bereiche definiert, in denen ich etwas verändern möchte.
Nicht alles auf einmal.
Aber Schritt für Schritt.
Mindset
Ich möchte lernen, meine Gedanken bewusster zu steuern.
Weniger Zweifel, weniger „Was wäre wenn“ – mehr Fokus auf das, was ich wirklich will. Ich versuche mir täglich positiv zuzureden.
Aktuell arbeite ich daran durch Podcasts und Bücher (z.B. „Die 1% Methode“), kleine Gewohnheiten zu verändern.
Bestes Beispiel, eine Minigewohnheit die ich gerade etabliere: Jeden Tag ein Zitat, Teil eines Songtextes oder eine positive Affirmation in meinen Whatsappstatus posten. Man mag jetzt denken, na und was soll das bringen? In meinem Fall hilft es mir ein bisschen den Fokus nicht zu verlieren und neben der Motivation (die momentan bei mir sehr großzügig vorhanden ist) auch Disziplin aufzubauen! Positiver Sideeffekt: Meine Familie und Freunde reagieren drauf und schreiben mir, das sie stolz auf mich sind oder sie bestärken mich und das fühlt sich einfach nur gut an und gibt mir Aufschwung.
Selbstbewusstsein
Ich möchte aufhören, mich ständig selbst klein zu machen.
Mehr für mich einstehen.
Mehr Vertrauen in mich selbst haben.
Und mich nicht ständig mit anderen vergleichen.
Kleine Vorgeschichte: Als Kind und Jugendliche hatte ich so gut wie garkein Selbstbewusstsein. Das kam erst kurz nach meinem Schulabschluss und hat sich immer mehr aufgebaut und ich war stolz drauf. Aber irgendwann zwischen den beiden Kindern und die komplette neu Ausrichtung meiner Selbst ist das ein bisschen verloren gegangen und ich möchte es zurück haben! Dadurch das ich das schonmal geschafft habe, wird dies ein Punkt auf meiner Liste sein, den ich wahrscheinlich in naher Zukunft relativ leicht "abhaken" kann.
Selfcare
Ein Punkt, der bei mir lange komplett untergegangen ist: Ich selbst.
Oft war es nur noch schnell duschen, Haare irgendwie zusammenbinden und fertig. Hauptsache, alle anderen sind versorgt.
Aber ich habe gemerkt: Wenn ich mich selbst komplett vernachlässige, fühle ich mich auch nicht wohl.
Deshalb möchte ich mir wieder bewusst Zeit für mich nehmen:
- meine Skincare wieder regelmäßig machen
- meine Haare pflegen (mein Naturlocken/Wellen wieder zum vorschein bringen)
- schöne Nägel haben
- und mich auch mal wieder schminken
- Schöne Klamotten anziehen
Nicht für andere – sondern für mich.
Einfach, um mich im Alltag wieder mehr wie „ich selbst“ zu fühlen.
Gesundheit/Fitness
Ich möchte mich wieder wohler in meinem Körper fühlen. Ich möchte zurück in meine "Gymgirl" Ära!
Nicht aus Zwang – sondern weil ich mich stark, fit und energiegeladen fühlen möchte.
➡️ Ernährung
➡️ Bewegung
➡️ Krafttraining
Und ja, auch mein Wohlfühlgewicht gehört dazu.
Ich liebe das Krafttraining (das war nicht immer so, aber irgendwann konnte ich nicht mehr ohne) aber durch die Kinder hat das natürlich extrem nachgelassen und ich versuche gerade eine zeitliche Routine zu entwickeln, damit ich wieder regelmäßig ins Gym gehen kann.
Aktuell ist der Dienstag ein fester Tag weil ich da vormittags "kinderfrei" habe. Ich versuche noch rauszufinden wann es sonst zeitlich passen könnte. Langfristiges Ziel: wieder zurück zu meinem Split Trainingsplan mit 4-5 Trainingstagen in der Woche.
Haushalt
Chaos im Außen = Chaos im Kopf. Der Haushalt ist ist ein großes Thema bei mir. Ich habe schon immer Probleme mit Ordnung gehabt und auch mit dem Putzen. Mal gibt es Phasen wo ich stundenlang putzen könnte und sogar Spaß dran habe und dann gibt es wieder Phasen wo ich gefühlt nicht mal das nötigste mache.
Ich habe seit der ersten eigenen Wohnung schon diverse Systeme ausprobiert, aber noch nicht wirklich das richtige gefunden. Jetzt mit 2 Kleinkindern ist das natürlich noch "schwieriger". Am Ende komm ich aber immer zu dem gleichen Ergebnis: wir haben zu viele Dinge in unserem Haushalt und wir müssen radikal ausmisten.
Aber auch das Ausmisten fällt mir mal leichter und mal schwerer. Ich werde nicht aufgeben, irgendwann finden wir unser System, welches funktioniert und auch das Ausmisten wird immer besser.
Ich möchte mehr Struktur reinbringen:
- Ausmisten
- feste Systeme schaffen
- weniger „ständig hinterherräumen“
Produktivität
Ich möchte meinen Alltag strukturierter und produktiver gestalten.
Aber diesmal anders als früher.
Nicht mit Druck.
Nicht mit dem Anspruch, alles perfekt zu machen.
Sondern mit einem realistischen Blick auf meinen Alltag mit zwei Kindern.
Ich neige dazu, alles perfekt machen zu wollen – und genau das führt oft dazu, dass ich entweder überfordert bin oder Dinge vor mir herschiebe.
Deshalb ist mein Ziel:
👉 produktiver werden
👉 aber gleichzeitig meinen Perfektionismus bewusst runterschrauben
Lieber Dinge „gut genug“ machen – als gar nicht.
Und das funktioniert aktuell besser als erwartet! Ich habe mir einige Youtube Videos angeschaut und höre aktuell auch einen Podcast der mir ein bisschen was dazu beigebracht hat.
Und ich bin nicht mehr so streng mit mir. Meine "neue" To do Listen App hilft mir auch sehr dabei.
Wichtig: ich bin mir selbst nicht böse wenn ich nicht alles auf der Liste schaffe. Manchmal schaue ich auch im Laufe des Tages drauf und verschiebe, ohne schlechtes Gewissen, "nicht ganz so wichtige Aufgaben" auf andere Tage. Zusammengefasst ich versuche da wirklich den Druck rauszunehmen.
Social Media
Ich möchte mir etwas Eigenes aufbauen. Ich bin schon seit Teenagertagen sehr Social Media Affin. Ich hatte schon mehrere Youtube Kanäle, Instagram Accounts, Tiktok Accounts und auch mehrere Blogs die ich geschrieben habe.
Ich möchte in verschiedenen Bereichen Mehrwert bieten. Mir macht das Spaß und wenn ich Menschen dabei helfen kann und nebenbei ein kleines Taschengeld damit verdiene dann wäre das ein Win Win für alle.
Etwas, das:
- zu meinem Leben passt
- mir langfristig Freiheit gibt
- und mich erfüllt
Me Time
Ich will mir wieder erlauben, auch mal nichts zu tun.
Nicht nur Mama sein.
Nicht nur funktionieren.
Sondern auch einfach ich.
Dazu gehören auch meine Gym Einheiten. Ich guck das ich zwischendurch auch mal einen ganzen Tag nur für mich einbaue, aktuell funktioniert das noch nicht so gut. Aber ich arbeite dran.
Was aber immer besser funktioniert: Mehr kleine Mini Auszeiten nur für mich! Sei es eine kleine Runde mit meiner Lieblingmusik spazieren gehen, die heiße Badewanne mit meinem Buch oder einfach mal in Ruhe einen Film gucken.
Wenn ich das alles so aufschreibe, klingt es nach extrem viel.
Und ja – das ist es auch.
Aber ich habe aufgehört zu denken, dass ich alles sofort perfekt verändern muss.
Denn genau daran bin ich früher immer gescheitert:
Zu viel auf einmal.
Zu hohe Erwartungen.
Und am Ende Frust.
Diesmal mache ich es anders.
Kleine Schritte.
Ohne Druck.
Ohne Perfektionismus.
Mal läuft es gut.
Mal gar nicht.
Und beides ist okay.
Es geht nicht darum, von heute auf morgen ein komplett neues Leben zu haben.
Es geht darum, jeden Tag ein kleines bisschen näher an das Leben zu kommen, das sich wirklich gut anfühlt.
Und vielleicht erkennst du dich in dem einen oder anderen Punkt wieder.
Dann nimm dir genau das raus, was sich für dich richtig anfühlt –
und geh deinen eigenen Weg.
Nicht perfekt.
Aber ehrlich.
Und genau das ist mein Neuanfang.
Eure Chaosmama Lea









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