Kleine Gewohnheiten, die mir helfen sollen mein Leben zu verändern
Ich habe lange gedacht, dass man sein Leben nur verändern kann, wenn man alles auf einmal umkrempelt.
Neuer Alltag.
Neue Routinen.
Neues Mindset.
Und am besten sofort perfekt durchziehen.
Spoiler: Genau daran bin ich jedes Mal gescheitert.
Zu viel auf einmal.
Zu viel Druck.
Zu hohe Erwartungen.
Und dann kam ich auf etwas, das so simpel ist, dass man es fast unterschätzt:
Kleine Gewohnheiten. Mini Habits.
Keine riesigen Veränderungen.
Keine perfekten Routinen.
Sondern winzige Schritte, die sich in den Alltag einbauen lassen – selbst mit Kindern, Chaos und wenig Zeit.
Und genau damit möchte ich jetzt mein Leben Schritt für Schritt verändern.
Ohne Druck.
Ohne Perfektion.
Aber diesmal nachhaltig.
Ich möchte hier an meinem Beitrag von letzter Woche anknüpfen.
Wie ich mein Leben als Mama Schritt für Schritt verändere
Dort habe ich euch erzählt da ich mein Leben komplett auf den Kopf stellen möchte und viele Bereiche in meinem Leben verändern/verbessern möchte.
Da das aber sehr viel auf einmal ist, gerade in einem Familienleben mit 2 kleinen Kindern, möchte ich euch heute erzählen wie ich es ganz langsam versuche indem ich mir ganz kleine Angewohnheiten aneignen möchte (oder sogar schon erfolgreich integriert habe). Sogenannte Mini Habbits! Sie brauchen sehr wenig Zeit, aber haben einen ganz großen positiven Effekt.
Warum Mini Habbits?
Wenn ich jetzt versuchen würde alles auf einmal anzugehen, nach dem Motto Alles oder Nichts, würde ich spätestens nach 2 Wochen wieder aufgeben. Es ist zu viel, für zu wenig Zeit und ja auch für zu wenig verfügbare Energie! Deshalb möchte ich mir für die einzelnen Bereiche 1-3 Mini Habbits aneignen.
Wenn diese erfolgreich etabliert sind und ich sie quasi automatisiert ausführe (und das wird zwangsläufig passieren) dann kann ich weiterschauen, welche Bereiche noch mehr Aufmerksamkeit brauchen oder diese Angewohnheiten vergrößern. Zu diesem Thema kann ich euch auch ein Buch empfehlen:
Die 1% Methode von James Clear
Wahrscheinlich habt ihr sogar schon von dem Buch gehört und ich habe mir gedacht, das ich es einfach mal ausprobiere. Was hab ich schon zu verlieren? Was für mich persönlich der schwiergste Teil ist: Ich muss meinen Perfektionismus runterschrauben. Ich muss nicht immer alles 100% perfekt machen und dadurch unfassbar viel Zeit verlieren. Es reicht in ganz ganz vielen Bereichen und Aufgaben wenn ich sie überhaupt mache, und das in der Hälfte oder sogar 1 Drittel der Zeit!
So kommen wir weiter zu den Mini Habbits. Ich möchte euch im folgenden einfach jeden meiner gewählten Bereiche "vorstellen" (Im oben genannten Beitrag habe ich euch das genau erklärt, was ich in welchem Bereich erreichen möchte) und meine Mini Habbits dazu.
Mindset
Ich möchte jeden Tag ein Kapitel eines Fach/Sachbuches lesen zu diesem Thema, alternativ eine Podcastfolge hören.
Positive Affirmation: Jeden Tag einen positiven Satz zu mir selbst.
Whatsappstatus: Ich poste aktuell jeden Tag eine kleine Stelle aus einem Songtext oder ein Zitat welches mir Mut macht oder mich Motiviert weiter zu machen. Meine Familie und Freunde bestärken mich dadurch oft oder geben mir Zuspruch. Mir hilft es enorm Disziplin aufzubauen.
Selfcare
Ich habe mir feste Tage/Termine fürs duschen und Haare waschen gegeben. Diese stehen auch auf meiner To do Liste. Das mag jetzt erstmal komisch klingen, aber durch mein ADHS fällt es mir oft schwer, obwohl ich duschen liebe. Durch die "Termine" muss ich aber nicht mehr groß nachdenken sondern sehe es als Haken den ich auf meiner To Do Liste setzen kann.
Jeden Morgen und Jeden Abend meine Skincare machen. Auch das mag für viele ganz normal sein, aber für mich eben nicht. Auch hier habe ich gesagt: Es muss nicht immer das volle Programm sein! Wenn ich wenig Zeit oder wenig Lust habe, habe ich mir eine Mini Skincare Routine aufgebaut. Diese dauert max 2 Minuten.
Ich möchte mich jeden Tag Schminken. Warum? Ich fühle mich wohler, werde produktiver und baue mir ganz automatisch Selbstbewusstsein auf.
Das gleiche gilt für schöne Klamotten! Hier habe ich euch schonmal erzählt das ich mir Sonntags für die ganze Woche Outfits rauslege.
Gesundheit/Fitness
Ich möchte meine tägliche Schrittzahl wieder auf ein höheres Level bringen. Das bedeutet langsam steigern. Als erstes versuche ich jetzt täglich 10.000 Schritte zu machen und wenn das dann fest drin ist und jeden Tag über einen längeren Zeitraum funktioniert, werde ich versuchen noch weiter zu erhöhen.
Ich liebe das Gym, aber ich muss realistisch bleiben und wie gesagt mini Schritte und Gewohnheiten gehen. Deshalb hab ich mir erstmal nur vorgenommen 1x in der Woche ins Gym zu gehen. Und es ist auch egal ob 30 Minuten oder 90 Minuten! Wenn ich es schaffe öfters zu gehen, umso besser.
Ich versuche aber dann wenigstens Zuhause zuätzliche Mini Sporteinheiten hinzuzufügen. Abends mal kurz 10-15 Minuten Hula Hoop oder ein kleines Homeworkout (auch nur max 15 Minuten) sind eigentlich immer machbar.
Natürlich zählt auch die Ernährungsumstellung dazu, dafür habe ich aber keine "Mini Habbits". Ich hab sie einfach umgestellt. Ich kenne das noch von "früher" und ganz ehrlich ich versuche einfach mehr Obst und Gemüse zu essen. Genug Proteine zu mir zu nehmen. Gesunde Fette in Maßen. Und zusätzlich aktuell im Kaloriendefizit.
Haushalt
Ich stelle mir morgens und abends einen 15 Minute Timer und mache das was ich sofort sehe! Ohne Nachdenken! Manchmal räume ich einfach nur auf, weil es besonders chaotisch ist. Manchmal mache ich den Abwasch und den Geschirrspüler oder tatsächlich ein schnelles Badezimmer putzen in den 15 Minuten am Abend. Alles schon passiert. Das funktioniert erstaunlich gut und ich hätte nicht gedacht was ich in 15 Minuten alles schaffen kann.
Zusätzlich versuche ich täglich eine "Großaufgabe" im Haushalt zu machen. Beispiele: Kühlschrank putzen, Ofen reinigen, Bettwäsche wechseln (Familienbett dauert immer bisschen länger) etc. Wenn ich mal keine Lust auf eine Großaufgabe habe oder mal nicht wirklich was ansteht (kommt eher selten vor) dann mache ich zusätzliche 30 Minuten Timer aufräumen/putzen am Tag. Man mag es kaum glauben aber mehr mache ich eigentlich aktuell nicht. Es ist erstaunlich wie gut das funktioniert und momentan "ausreicht". Muss dazu aber sagen das mein Mann natürlich genauso seinen Teil zum Haushalt beiträgt.
Produktivität
Meine To-Do Listen App (Todoist)! Ich schaue jeden morgen und jeden Abend rein und sortiere meine Aufgaben. Und ich schreibe mir wirklich jede kleinste Kleinigkeit auf!
Ich möchte mir gerade angewöhnen morgens vor den Kindern aufzustehen. Ja das bedeutet für mich zwischen 4:30-5 Uhr. Das mag nicht für jeden was sein, aber bei mir funktioniert es aktuell sehr gut. Vorallem weil ich morgens am produktivsten bin und Abends ab 18 uhr mich nicht mehr oder sehr schwer aufraffen kann für irgendwas produktives.
Social Media
- Ich versuche NICHT jeden Social Media Kanal gleichzeitig wieder einzuführen. Aktuell steht dieser Blog im Vordergrund und ich habe mir einfach eine wöchentliche "Routine" aufgebaut (sie muss noch fest integriert werden/bzw das ich das ganz automatisiert mache). Das bedeutet ich habe ganz genau aufgeschrieben (in die To do App) wann ich was mache für den Blog (und Pinterest). Auch hier stückel ich die Aufgaben und schreibe jeden einzelnen Schritt als To Do auf. Aus Erfahrung (auch durch mein ADHS) weiß ich das ich es eher schaffe zu erledigen.
Me Time
Hier habe ich noch keine konkreten Mini Habbits. Das kommt aber noch.
Mein fester Gymtag ist aber auch irgendwie Me-Time ;)
Und wenn ich mir das jetzt alles so anschaue, wirkt es erstmal wieder nach „ganz schön viel“.
Aber der Unterschied ist:
👉 Ich mache nicht alles auf einmal.
👉 Ich mache nicht alles perfekt.
👉 Und ich erwarte nicht, dass es sofort funktioniert.
Ich konzentriere mich auf kleine Schritte.
Auf Dinge, die ich wirklich in meinen Alltag einbauen kann – auch mit Kindern, Chaos und wenig Zeit.
Und genau das ist der Punkt, den ich verstanden habe:
Veränderung passiert nicht durch Motivation.
Veränderung passiert durch Wiederholung.
Durch die kleinen Dinge, die du jeden Tag machst.
Auch an den Tagen, an denen du eigentlich keine Lust hast.
Ich werde nicht jeden Tag alles schaffen.
Ich werde auch Rückschritte haben.
Aber dieses Mal höre ich nicht auf.
Weil es nicht mehr um „alles oder nichts“ geht –
sondern um immer wieder weitermachen.
Und genau so entsteht mein Neuanfang.
Eure Chaosmama Lea






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